KrimiMeldungen 2609018, 10.44 Uhr

Nachrichten:

www.faz.net
Horst Bosetzky gestorben
„-ky ist tot. Der Soziologe Horst Bosetzky galt als Erfinder des sozialkritischen deutschen Krimis – und als nimmermüder Erzähler Berliner Geschichten.“

Crime Cologne
Das Krimifestival findet vom 1.-7. Oktober statt.
Die Jury des Crime Cologne Award 2018 hat folgende drei Titel für die Shortlist nominiert:
»Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens« (Dumont) – Oliver Bottini
»Cambridge 5. Zeit der Verräter« (Limes) – Hannah Coler
»Sakari lernt, durch Wände zu gehen« (Galiani) – Jan Costin Wagner

www.boersenblatt.net
Fritz Lehner für „NITRO“ prämiert
Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2018
„Der österreichische Schriftsteller und Regisseur Fritz Lehner hat für seinen Krimi „NITRO“ den Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur erhalten. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am 19. September im Wiener Rathaus überreicht“

Jens Dirksen auf www.nrz.de
NRW im Zeichen des Krimi-Festivals “Mord am Hellweg“
Zum Start des größten Krimi-Festivals Europas: Veranstaltungstipps und ein Interview mit Autor Reinhard Jahn über Regional-Krimis.

Printmedien online:

Marcus Müntefering auf www.spiegel.de
Vorsicht, der „Dirty Harry“ von Glasgow ermittelt
Siebzigerjahre-Krimi
„Auf die Straßen einer Arbeiterstadt führt „Blutiger Januar“ von Alan Parks. Glück verspricht hier nur das nächste Heroin-High, erkauft wird der Rausch durch Sex. Und Satanismus kostet extra.“

Meike Kolodziejczyk auf www.fr.de
„Im Schatten der Arena“
Krimi um Profifußball und Homosexualität
„Mara Pfeiffer einen Krimi geschrieben, der im Umfeld des 1. FSV Mainz 05 spielt – und ein großes Tabu aufgreift: Homosexualität und Homophobie im Profifußball der Männer.“

Tobias Krause auf www.nzz.ch
Drei Tote und ein Krokodil – Assaf Gavron inszeniert in Tel Aviv einen wilden Krimi
„Er fährt Taxi in Tel Aviv, unterzieht seine Fahrgäste gern einmal einem kleinen Geschichtsexamen und soll nun plötzlich einen Mordfall lösen. Dabei lässt Assaf Gavrons Romanheld die Leser wie durch ein farbiges Kaleidoskop auf Israels Gesellschaft blicken.“

Oliver Jungen auf www.zeit.de
Arschcool in den Burn-out
„Mexikoring“
„Sprachlich ist Simone Buchholz’ neuer Krimi fulminant. Und inhaltlich? Na ja“

Radio und Fernsehen:

blog.wdr.de/nollerliest
Bei der Crime Cologne: Zwei Mal “Noller liest live” – mit Susanne Saygin und Max Annas

www.deutschlandfunkkultur.de
Die Rückkehr des „Hardboiled Detective“
Karl Wolfgang Flender: „Helden der Nacht“
Moderation: Joachim Scholl

Ulrich Noller auf www.deutschlandfunkkultur.de
Shakespeares tragischer Held als korrupter Cop
Jo Nesbø: „Macbeth“

Udo Feist auf www1.wdr.de
Chan Ho-kei – Das Auge von Hongkong
WDR 2 Krimitipp
„Er weiß, worauf es ankommt, ist ein genauer Beobachter und zieht messerscharfe Schlüsse. Und er hat eine ganze Menge gesehen. Er ist „Das Auge von Hongkong“ – ein Polizist und seine Stadt.“

Literaturblogs und Literaturplattformen:

Barbara Tumfart auf literaturkritik.de
Commissario Brunettis 27. Fall
„Die amerikanische Autorin Donna Leon macht einmal mehr und unverändert niveauvoll Lust auf das kriminelle Venedig“

Krimiblogs:

krimikiste
1649: Mick Finley – Arrowood. In den Gassen von London
1648: J.S. Monroe – Finde mich, bevor sie es tun
1647: Marc Raabe – Schlüssel 17
1646: Ule Hansen – Blutbuche

krimi und mehr
Schmerzensgeld von Michael Opoczynski
Martina Aden – Kluntjemord
Müritz, Mord und Mückenstich von Charly von Feyerabend
Hiltrud Baier – Helle Tage, helle Nächte
Michael Connelly: Die Verlorene

krimimimi
Steckbrief zu „Pik-Bube“ von Joyce Carol Oates

krimirezensionen
Claudia Piñeiro | Der Privatsekretär
Karen Ellis | Die im Dunkeln
Jane Harper | Ins Dunkel Bd. 2

crimenoir
Jane Harper: Ins Dunkel

wortgestalt-buchblog.de
Reblogged | Sam Millar – True Crime
Adrian McKinty – Der sichere Tod
Reblogged | Brian McGilloway – Borderlands
Ken Bruen – Jack Taylor fliegt raus
Reblogged | Lisa McInerney – Glorreiche Ketzereien

Krimi-Kritik
Andreas Niedermann – Blumberg

crimealleyblog
Ode an die Angst
Daly Business

buch-haltung
Jo Nesbo – Macbeth

media-mania
Rezension des Tages: Der Reisende: Island Krimi
Rezension des Tages: Der Richter und sein Henker

RECOIL
Andrew Brown: Teuflische Saat

KrimiMeldungen 17092018, 12.48 Uhr

Nachrichten:

Printmedien online:

Hans Jörg Wangner auf www.stuttgarter-zeitung.de
Wiedersehen mit dem SS-Schergen
Philip Kerr: Kalter Frieden
„Philip Kerrs plötzlicher Tod hat Bestürzung ausgelöst. Auch bei Hans Jörg Wangner, der den „Kalten Frieden“ des Briten gelesen und viele alte Qualitäten des Autors darin entdeckt hat.“

Lukas Jenkner auf www.stuttgarter-zeitung.de
Mysteriöse Mordserie im Professorenmilieu
Petros Markaris: Drei Grazien
„In der griechischen Hauptstadt haben Professoren plötzlich eine deutlich verkürzte Lebenserwartung: Petros Markaris’ neuer Krimi „Drei Grazien“ nimmt den Leser mit in die heiligen Hallen der Athener Universität. Lesenswert, befindet Killer-&-Co-Rezensent Lukas Jenkner.“

HANNES HINTERMEIER auf www.faz.net
In einer düsteren Stadt
KRIMI „BLUTIGER JANUAR“
„Willkommen im Clan: Mit dem Glasgower Alan Parks und seinem Debüt „Blutiger Januar“ hat der Schottenkrimi einen neuen Mitspieler. Was taugt der Stoff?“

Marcus Müntefering auf www.spiegel.de
Die lahmen Gäule vom Secret Service
„Wie gehen Spione, die mit dem Schwarz und Weiß des Kalten Krieges groß geworden sind, mit der globalen Unübersichtlichkeit um? Davon handeln die Romane von Mick Herron – der erste erscheint jetzt auf Deutsch.“

Sylvia Staude auf www.fr.de
Gauner mit Nerven wie Bindfädchen
„Mercedes Rosendes fabelhaft dichter und schneller Montevideo-Krimi „Krokodilstränen“.“

SANDRA KEGEL auf www.faz.net
Zur falschen Zeit am falschen Ort
„Argentinisches Sittenbild inklusive Hexenfluch: Claudia Piñeiros Roman „Der Privatsekretär“ erzählt von der unheilvollen Verbindung von Macht und Missbrauch, Wirtschaft und Politik, Glaube und Aberglaube.“

Marta Popowska auf www.stuttgarter-nachrichten.de
Unblutig, aber dennoch aufregend
Martina Fiess liest in Kirchheim

Radio und Fernsehen:

blog.wdr.de/nollerliest
Lesenswerte Kriminalliteratur aus Uruguay, Südafrika und Holland

blog.wdr.de/nollerliest
Krimi und Migration

hr-online.de
Jo Nesbø: „Macbeth. Blut wird mit Blut bezahlt“
Stephen King: Der Outsider

Johannes Kaiser auf www.deutschlandfunk.de
Das blutige Königsdrama als Krimi
Jo Nesbø: „Macbeth“
„Der norwegische Krimiautor Jo Nesbø erzählt Shakespeares Macbeth neu. Das blutrünstige Stück um einen Königsmord wird bei ihm ein Gangster- und Polizeidrama in einer düsteren, von Korruption, Arbeitslosigkeit und Drogen geschüttelten Stadt, die irgendwo weit oben im Norden liegt.“

Birgit Koß auf www.deutschlandfunk.de
Satirischer Politthriller aus Argentinien
Claudia Piñeiro: „Der Privatsekretär“
„Der Roman „Der Privatsekretär“ von Claudia Piñeiro ist Politthriller und argentinisches Sittengemälde zugleich: Parteigründer Fernando Rovira steigt unaufhaltsam auf. Sein Assistent Román Sabaté möchte aussteigen, als er merkt, in welches Netz aus Lügen, Korruption und sogar Mord er verstrickt ist – und muss fliehen.“

Thomas Wörtche auf www.deutschlandfunk.de
Eisige Dialoge und kreativer Zynismus
D.B. Blettenberg: „Falken jagen“

Sonja Hartl auf www.deutschlandfunk.de
Die Unglücklichen von Montevideo
Mercedes Rosende: „Krokodilstränen“

www1.wdr.de
Peter Gallert / Jörg Reiter – Tiefer denn die Hölle
WDR 2 Krimitipp
„Eine Leiche in einem Zechenschacht. Ein sterbender, fieser alter Mann. Ein Polizeipfarrer, der kollabiert, und ein anderer, der auf eigene Faust ermittelt. Boxen kann er auch.“

Christian Beisenherz auf www1.wdr.de
Robert Bryndza – Night Stalker
WDR 2 Krimitipp
„“Night Stalker“ – schon der Titel dieses Krimis ist wenig vertrauenerweckend. So wenig wie das Gefühl, verfolgt zu werden und sich zu jeder Tages- und Nachtzeit bedroht zu fühle“

Literaturblogs und Literaturplattformen:

CrimeMag
Ausgabe September 2018
Thomas Adcock: „White People Have Lost Their Damn Minds“.
Street Scenes – Street Crimes: von Nadja Burkhardt und Carsten Klindt
Story von Tommy Schmidt: Tod nach Punkten
Robert Rescue: Zu schön, um wahr zu sein
Friedrich Ani über Cornell Woolrich – zum 50. Todestag
Klaus Theweleit über Friedemann Hahn „Foresta Nera“
Sonja Hartl: Tote Mädchen überall
Robert Brack: Polar, Neo-Polar … (Essay, Teil 2)
Katja Bohnet: Mercedes Rosende „Krokodilstränen“
Wolfgang Franßen: James Leo Herlihy „Midnight Cowboy“
Alf Mayer über Pieter Bruegel d. Ä. als Erzähler
Karsten Herrmann: James Baldwin: „Von dieser Welt“ & „Beale Street Blues“
Peter Münder: Colin Harrison „Die Zügellosen“
Alf Mayer: Stephen King „Der Outsider“
Thomas Wörtche über Leonard Pitts Jr. „Grant Park“
Andrew Nette: Nachruf auf Peter Corris
Markus Pohlmeyer: Cixin Liu „Weltenzerstörer“
Peter Münder und Joachim Feldmann: Andre Georgi „Die letzte Terroristin“
Bodo Hechelhammer: Mark Riebling „Die Spione des Papstes“
Ein Buch – zwei Stimmen: JF und Marga Winterfeld über Chr. v. Dittfurth „Schattenmänner“
Hazel Rosenstrauch: Besuch in Warschau
Alf Mayer& Peter Münder: Ferrari – Ästhetik der Geschwindigkeit
Philip B. Williams: My Russian Story
Schatzsuche: Crime-Neuerscheinungen
Krimi-Veranstaltungen
Krimigedicht: Mark Knopfler “Six Blade Knife”

Bloody Chops – von Joachim Feldmann, Karsten Herrmann, Klaus Kamberger, Alf Mayer, Andrea O’Brian, Frank Rumpel und Thomas Wörtche:
Sebastian Barry: Tage ohne Ende
D.B. Blettenberg: Falken jagen
Olivier Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele
Uta-Maria Heim: Toskanisches Feuer
Chan Ho-Kei: Das Auge von Hongkong
Steffen Jacobsen: Hybris
D.B. John: Stern des Nordens
Lutz Wilhelm Kellerhoff: Die Tote im Wannsee
Joseph Knox: Dreckiger Schnee
Markus Lutteman: Das weiße Nashorn
Ronald Malfi: Shamrock Alley
Alan Parks: Blutiger Januar
Dennis Pfabe: Der Tag endet mit dem Licht
Val McDermid: Rachgier
Richard Thaler: Misbehaving
Thomas und Daan Heerma van Voss: Zeuge des Spiels

Dietmar Jacobsen auf titel-kulturmagazin.net
Und die Großen lässt man laufen
Krimi | Denise Mina: Blut Salz Wasser

Carsten Schrader auf www.kulturnews.de
Simone Buchholz: Mexikoring

Krimiblogs:

krimikiste
1645: Veikko Bartel – Mörderinnen
1644: Camilla Läckberg – Die Eishexe
1643: Sandra Brown – Tödliche Sehnsucht
1642: Louise Penny – Hinter den drei Kiefern
1641: Thomas Raab – Walter muss weg
1640: Chris Carter – Blutrausch. Er muss töten

krimi und mehr
Margarete von Schwarzkopf – Der Moormann
Katharina Peters – Todeswoge
Sibyl Quinke – Tod in der Klingenfabrik
Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen
Ingrid Davis – Aachener Todesreigen
Sabine Klewe: Der Nachtjäger

krimimimi
Thriller-Steckbrief zu „Schwarzer Engel“ von Sandrine Dazieri

krimirezensionen
Richard Stark | The Hunter
Corinna Kastner | Fischland-Angst
Hannah O’Brien | Irisches Erbe Bd. 4
Giorgio Scebanenco | Das Mädchen aus Mailand
Thomas Chatwin | Post für den Mörder
Christiane Dieckerhoff | Spreewaldrache Bd. 3

crimenoir
Krimis, die man 2018 lesen sollte (VI)

wortgestalt-buchblog.de
Sam Millar – Die Bestien von Belfast
Blog-Spezial »Irische/nordirische Kriminalliteratur« gemeinsam mit »Die dunklen Felle«
Tom Bouman – Im Morgengrauen
D.B. Blettenberg – Falken jagen
Verlagsschau im September 20.18

Krimi-Kritik
Ryan Gattis – Safe

crimealleyblog
Im Hinterland, die Hölle
Strip Jack Naked
Der Fluch der bösen Tat

buch-haltung
Dennis Lehane – Der Abgrund in dir

krimilese
Johann Graf Lambsdorff, Björn Frank – Geldgerinnung ( Ein Wirtschaftskrimi)
Links von uns ist ein Riss im Himmel – Simone Buchholz: Mexikoring

dietipperin.wordpress.com
Rezension: Hinter den drei Kiefern von Louise Penny (Gamache #13)
Rezension: Terror von Ferdinand von Schirach

frankrumpel.wordpress.com
Uta-Maria Heim: Toskanisches Feuer
Thomas und Daan Heerma van Voss: Zeuge des Spiels
Mercedes Rosende: Krokodilstränen

media-mania
Rezension des Tages: Springflut
Rezension des Tages: Der nasse Fisch

krimiscout
Ein Interview mit Belinda Bauer
Belinda Bauer: Snap

Krimikritiken: Lucie Flebbe – Jenseits von Wut

Lucie Flebbe: Jenseits von Wut

Eine Weile habe ich überlegt, warum die Autorin gerade diesen Titel gewählt hat. Wollte sie zeigen, dass es jenseits von Wut noch ganz andere Motive gibt, einen Menschen zu töten oder wollte sie die Aufmerksamkeit auf ihre wütende Protagonistin lenken? Denn diese verließ ihren Mann und musste einen Neustart in ihrem Leben wagen.
„Ohne mich bist du überhaupt nicht lebensfähig“, rief ihr der Mann hinterher und Edith Beelitz, genannt Eddie, musste sich eingestehen, dass er mit seiner Einschätzung nicht unrecht hatte.
Als ausgebildete Polizistin hatte sie einst ihre Arbeit aufgegeben, weil sie mit dem Job nicht klarkam und hatte geheiratet, um ihm zu entkommen. Jetzt stand sie mit ihrer Tochter auf der Straße, ohne Geld und Lebensperspektive. Doch schneller als gedacht, findet sie in den Polizeidienst zurück, auf Teilzeit und auf eine Kriminaldienststelle. Für den Fortgang ihres Lebensweges ein Glücksgriff.
Glücklich war Eddie an ihrem früheren Einsatzort nie gewesen, sogar von Mobbing ist die Rede. Da ist man auf die Fallstricke gespannt, die die KollegInnen in ihrem Arbeitsumfeld auslegen werden. Aber allen Ängsten zum Trotz findet sich Eddie gut in ihr neues Umfeld und Arbeitsgebiet zurecht.
Geschickt verbindet die Autorin dabei drei Besonderheiten, die Eddies Auftritt zu einer Erfolgsgeschichte werden lassen.
Erstens handelt es sich bei ihrem Vorgesetzten Adrian um einen früheren Liebhaber, der nicht ganz unglücklich über ihr Auftauchen ist und sich an einer guten Zusammenarbeit und körperlichen Nähe interessiert zeigt.
Zweitens handelt es sich bei ihrem ersten Fall um eine arbeitslose Tote, die aus einem Milieu kommt, in das sie jederzeit abzurutschen droht. Daher ist ihre Einfühlung groß. Nicht nur zufällig, sondern auch aus Geldgründen hat sie eine Wohnung in einer Siedlung gemietet, in der viele Arbeitslose leben, die die Tote kennen. Sie findet schnell Kontakt zu ihnen und kann daher die Ermittlungen vorantreiben.
Zu guter Letzt besitzt Eddie Beelitz auch eine Fähigkeit, die sie von ihren KollegInnen unterscheidet. Sie hat ein gutes visuelles Personengedächtnis und kann daraus blitzschnell Verbindungen zwischen früheren Ereignissen und aktuellen Gegebenheiten herstellen. Für die weiteren Fälle, die die Autorin mit ihrer Ermittlerin plant, wäre das ein Alleinstellungsmerkmal, das es auszubauen lohnte. (Stichwort Super Recognizer)
Einmal auf der prekären Schiene wird auch das verkorkste Management in den Jobcentern nicht ausgespart, das den Betroffenen Leid bringt und sie viel vertane Lebenszeit kostet. Alles in allem nah an der Wirklichkeit.
Etwas abgehoben fand ich dagegen die Passagen, die mit Zombie übertitelt wurden. Es wird uns ein Mensch vorgestellt, der verwahrlost, gewalttätig und voller Wut ist. Da die Annahme, dass es sich hierbei um dem Mörder handelt, nicht weit hergeholt ist, wartet man als Leser auf eine Steigerung etwaiger Anhaltspunkte. Vergeblich. So laufen die Gedanken ins Leere. Schade. Aber bei wem sich dadurch die Spannung zu steigern vermag, wird zum Schluss belohnt.

Ein guter Einstieg in eine neue Kriminalreihe mit Eddie Beelitz.

Henny Hidden